Sicherer Schulweg

Das Zurücklegen des Schulweges zu Fuß ist für unsere Kinder am gesündestes. Auch ist der gemeinsame Fußweg mit anderen Kindern geselliger und am sichersten für alle Kinder. Deshalb macht sich unsere Schulgemeinschaft dafür stark, dass ALLE Kinder zu Fuß zur Schule kommen.

Folgende Maßnahmen haben wir dafür umsegsetzt:

ZUR SCHULE LAUFEN

Bei uns begleiten Eltern Laufbusse oder Kinder laufen in Gruppen zur Schule, damit die Kinder „frisch“ und mit erhöhter Konzentrationsfähigkeit in der Schule ankommen. Außerdem trägt es zur Sicherheit ALLER Kinder unserer Schule bei.
Aus diesem Grund nimmt die Rheinschule jedes Jahr Landesprojekt „Schulwegeprofis“ und am SpoSpiTo- Bewegungspass (https://www.spospito-bewegungspass.de/) teil.
Für alle Kinder, die täglich zur Schule laufen wird dann kurz vor den Pfingsferien der Eiswagen bestellt.

MIT DEM FAHRRAD ZUR SCHULE

Viele unserer Kinder kommen mit dem Fahrrad zur Schule, obwohl sie noch keine Fahrradprüfung (Klasse 4) abgelegt haben.

Warum findet die Fahrradprüfung erst zu Beginn der Klasse 4 statt?
Kinder im Alter zwischen 6 und 9 Jahren sollten nicht ALLEIN in die Schule mit dem Fahrrad fahren, da die körperliche Entwicklung in diesem Alter noch nicht so weitausgebildet ist.

  • Sehen: Das kindliche Gesichtsfeld ist im Vergleich zum Erwachsenen kleiner. Die Kinder nehmen weniger „um sich herum“ wahr und müssen den Kopf drehen, um Gegenstände, die sich seitlich von ihnen befinden, sehen zu können. Ebenso ist das räumliche Sehen. Erst im Alter von ca. 9 – 10 Jahren können Kinder die Geschwindigkeit und Entfernung heranfahrender Fahrzeuge richtig einschätzen.
  • Hören:Die Hörfähigkeit ist im Vergleich zum Erwachsenen geringer, weshalb Geräusche vonder Seite oder von hinten oft fehlgedeutet oder gänzlich überhört werden.
  • Reaktion:Bei Kindern unter 5 Jahren beträgt die Reaktionszeit ungefähr doppelt so lange wiedie Reaktionszeit eines Erwachsenen. Erst im Alter von ca. 15 Jahren ist dieReaktionszeit mit der eines Erwachsenen vergleichbar. Ebenso ist die Fähigkeit, eineBewegung spontan abzubrechen, noch nicht ausgereift.
  • Rechts und links:Die Kinder können im Grundschulalter rechts und links unterscheiden. Allerdings sindsie erst ab einem Alter von 10 Jahren sicher in der Lage, dies auf den Raum oder eineandere Person zu übertragen.
  • Logisches Denken, Konzentration und AufmerksamkeitBis etwas zum 8. Lebensjahr werden Kinder von den eigenen Gefühlen und der eigenenWahrnehmung dominiert.Ab dem 9. Lebensjahr sind Kinder in der Lage, sich z.B. für die Länge ihresSchulweges zu konzentrieren und ab dem 14. Lebensjahr kann man davon ausgehen,dass Heranwachsende zwei Dinge gleichzeitig verlässlich unter Kontrolle haltenkönnen.

Grundschulkinder können also aufgrund ihrer Entwicklung nur bedingt verkehrssicher sein. Durch das gezielte Üben mit den Eltern, dem Theorieunterricht im Sachkundeunterricht und der praktischen Ausbildung durch die Polizei auf dem Verkehrsübungsplatz zu Beginn der Klasse 4 werden die Kinder erst richtig fit.

Was bedeuten diese Informationen für den Schulweg?
Wenn Ihr Kind mit dem Fahrrad zur Schule und nach Hause fahren soll, dann begleiten Sie oder ein anderer Erwachsener das Kind. Dabei denken Sie bitte daran:

  • unbedingt Fahrradhelm tragen, auch die Erwachsenen (Vorbildfunktion)
  • abschließbares Schloss für Anschließen im Fahrradkeller
  • Das Fahrrad MUSS verkehrssicher sein!
  • hintereinander fahren, nicht nebeneinander
  • Radweg oder die rechte Seite der Fahrbahn nutzen
  • Geschwindigkeit anpassen Abstand zum Vordermann einhalten
  • an Haltestellen besonders vorsichtig vorbeifahren
  • bis zum 8. Lebensjahr muss beim Radfahren der Gehweg benutzt werden
  • Kinder von acht oder neun Jahren dürfen zwischen Geh- und Radweg wählen
  • ab dem zehnten Lebensjahr muss der Radweg / die Fahrbahn beim Radfahren genutztwerden

Warum schreibe ich Ihnen diese Informationen?
Die Schule übernimmt KEINE Haftung/Verantwortung bei Unfällen mit dem Fahrrad auf dem Schulweg, wenn das Kind allein und/oder ohne bestandene Fahrradprüfung gefahren ist. Auch nicht bei bei Schäden oder Verlust. 
Deshalb mein großes Anliegen zum Wohle der Kinder: Lassen Sie Ihrem Kind den natürlichen Bewegungsdrang ausleben, indem es mit anderen Kindern zur Schule läuft.

MIT DEM ROLLER ZUR SCHULE

Gerne können die Kinder auch mit dem Roller zur Schule kommen bis es die Fahrradprüfung abgelegt hat. Durch die Gleichgewichtserfahrungen mit dem Roller erlernt Ihr Kind das Radfahren viel leichter. Auch hier bitte an den Helm denken und ein abschließbares Schloss für das Parken im Fahrradkeller benutzen!